Glossar

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Hochspannung

Eine elektrische Spannung über 1.000 Volt (1KV) wird im Allgemeinen als Hochspannung bezeichnet. In den VDE-Vorschriften werden einheitlich Spannungen bis 1 KV als Niederspannung und über 1 KV als Hochspannung bezeichnet. In der elektrischen Energietechnik sind weitere begriffliche Unterteilungen der Hochspannung in die Unterbegriffe Mittelspannung, Hochspannung und Höchstspannung üblich, wobei die Grenzen nicht einheitlich geregelt sind. Hochspannung wird oft zur verlustarmen elektrischen Energieübertragung verwendet.

Die in der Energieübertragung üblichen und beispielhaften Nennspannungen sind wie folgt:

• Mittelspannung von 3 KV, 6 KV, 10 KV, 15 KV, 20 KV, 30 KV:
Die Anwendungsbereiche liegen bei Großabnehmern wie Industriebetrieben und der Versorgung von einzelnen Stadtteilen oder mehreren Ortschaften.

• Hochspannung von 60 KV, 110 KV:
Die Anwendungsbereiche sind die Versorgung kleinerer Städte und die Überlandversorgung. Auch der Anschluss kleinerer Kraftwerke erfolgt in dieser Spannungsebene.

• Höchstspannung von 220 KV, 380 KV, 500 KV, 700 KV, 1150 KV:
Sie dienen der Großraumversorgung mit Verbundnetzen zum überregionalen Energieaustausch und Anschluss von Großkraftwerken.

Von der Nennspannung zu unterscheiden ist die sogenannte Bemessungsspannung. Sie gibt jene maximale Spannung an, für die die Isolierung von Schaltgeräten ausgelegt sein muss. Die Bemessungsspannung liegt immer über der Nennspannung.